Anzeichen von Erregung beim Hund

Anzeichen von Erregung beim Hund

Erregung kann sowohl positiven aber auch negativen Ursprungs sein.
Die Bewertung einer Situation ist von Hund zu Hund sehr unterschiedlich und hat mit einer Vielzahl von Dingen zu tun: Rassespezifische Eigenschaften, vorherige Erfahrungen, Reifegrad des Hundes, Charakter des Hundes, Souveränität des Hundehalters etc.

 

Erregung hat immer einen Auslöser - Geräusche, Gerüche, Bewegungen, Veränderungen, Angst, Unsicherheit – alles kann Erregung auslösen und der Hund kann sie nicht gezielt steuern. 

 

Die Anzeichen können in verschiedenen Situationen zu erkennen sein. Dabei ist durchaus eine Kombination der Symptome möglich. Nicht jedes Symptom muss unbedingt mit Erregung zu tun haben, auch andere Ursachen sind möglich: Hecheln kann im Zusammenhang mit Stress stehen, aber auch natürlich nur einfach damit, dass es dem Hund sehr warm ist. An der Leine ziehen kann daran liegen, dass der Hund nicht gelernt hat, an einer lockeren Leine zu gehen. So gibt es mehrere Symptome, die (noch) einen anderen Grund haben können als Stress.

 

Erregung macht sich auf körperlicher, emotionaler und psychischer Ebene bemerkbar. Verhaltensänderungen sowie bestimmte Krankheitsmerkmale können (vermehrt) auftreten.


Stress beim Hund

Es gibt schwächere Anzeichen und sehr starke Anzeichen von Erregung. In der Aufführung unten sind verschiedene genannt, die Aufführung erhebt nicht den Anspruch an Vollständigkeit.

 

 

  • Beißen in Hosen, Beine, Leine, Hände (häufig bei Welpen zu beobachten, wenn es ihnen zu viel wird)
  • Nichtreagieren, Ignorieren der Signale des Menschen, komplettes Abschalten
  • Vermehrtes Zeigen von Beschwichtigungssignalen
  • Haare stehen zu Berge
  • Schwanz geht aufgeregt hin und her, steht steil hoch
  • Distanziertes Verhalten oder „klammerhaftes Verhalten“ zu seinem Menschen
  • Extremes Leine ziehen, Versuch, schnell weg zu kommen
  • Zerstörung von Sachen
  • Verstärktes Bewachen
  • Anspringen von Menschen
  • Überreaktionen auf sonst alltägliche Situationen
  • Aggressives Verhalten
  • Unsicherheit, Panik
  • Übertriebene Lautäußerungen (Bellen ohne Unterlass, Fiepen, Winseln)
  • Will ständig beschäftigt werden, wird nicht müde
  • Ausgeschachteter Penis bei Rüden
  • Aufreiten, evtl. Erektionen (nicht unbedingt eine sexuelle Reaktion)
  • Hecheln
  • Stereotypes Verhalten - wie sich selbst oder andere permanent lecken, an der Wand entlang reiben, im Kreis drehen oder laufen
  • selbstzerstörerisches Verhalten (z.B. in Schwanz beißen, an Pfoten knabbern)
  • Verweigerung von Leckerchen oder Nahrung insgesamt
  • Unruheverhalten
  • introvertiertes Verhalten
  • Schweißabsonderungen an den Pfoten
  • Fluchttendenz
  • Ruhelosigkeit, Konzentrationsschwäche
  • Schnappen nach imaginären Dingen
  • Schlafmangel oder komatöser Schlaf
  • Ständiges Kratzen
  • Verringerte oder vermehrte Nahrungsaufnahme, häufig Untergewicht
  • Angespannte Muskulatur
  • Vermehrtes Urinieren oder Koten (auch im Haus)
  • Schlechter Mundgeruch
  • Fellprobleme (Haar fällt aus, Schuppenbildung, stumpfes Fell)
  • Allergien
  • Tropfende Nase
  • Ständiges Sabbern
  • Magen-, Darmprobleme
  • Schüttel-, Zitteranfälle
  • Ständige Infektionen

 

Stress beim Hund

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Dr. Janey May ist Tierärztin mit Spezialisierung auf Verhaltenstherapie und bedürfnisorientierte Hundetrainerin. Sie verknüpft lebensnahe Praxis und Wissenschaft, das individuelle, liebevolle Anleiten von Menschen und ihren Hunden ist der Schwerpunkt ihrer Arbeit.

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Zum Beitrag: Hundesprache lernen und verstehen


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