Leinenführigkeit trainieren

Leinenführigkeit trainieren

Warum ziehen Hunde an der Leine?

 

Das Laufen an der Leine ist für den Hund kein natürliches Verhalten.
Schon mal gar nicht in unserem langsamen Tempo.
Hunde haben vier Beine und sind viel schneller als wir. Es ist nicht einfach für sie an der Leine zu gehen.
Das gehen an der Leine müssen Hunde erst lernen.

Und wir machen Ihnen das meistens auch noch ziemlich schwer…

 

Zum „an der Leine ziehen“ gehören immer zwei, das heißt, wenn an einem Leinenende gezogen wird, entsteht instinktiv ein „sich dagegen lehnen“.

Das ist der sogenannte Oppositionsreflex.

 

Wird an der Leine bei Zug allerdings nachgegeben, kann dem Oppositionsreflex entgegengewirkt werden.


Dafür gibt es verschiedene sanfte Führtechniken wie zum Beispiel die Zwei-Punk-Führung.

In der Tellington Methode arbeiten wir nur mit Führtechniken die dem Oppositionsreflex entgegenwirken. 

Mehr darüber erfahren Sie im Beitrag: Zwei-Kontakt-Führung 

Leinenführigkeit Zwei-Kontakt-Führung

Ein Hund zieht an der Leine, weil er schnell irgendwo hinwill: zur Tür heraus, zu einem Baum oder anderen Hund. Der Hund soll lernen, dass er nur zu seinem Ziel kommt, wenn er an der lockeren Leine läuft, und nicht, wenn er zieht. Der Besitzer soll lernen, den Grund für das Ziehen zu verstehen und nicht mit Gegenzug auf das Ziehen des Hundes zu reagieren.
Zug erzeugt Gegenzug!

Mit dem Ziehen an der Leine ist ein unangenehmes Körpergefühl für den Hund verbunden: ein ständiger Druck auf den Kehlkopf (Halsband) bzw. auf den Brustkorb (Brustgeschirr). Permanenter Druck auf die Halswirbel kann sogar zu Schäden führen. Mehr darüber erfahren Sie im Beitrag: Brustgeschirr oder Halsband?

Beim Training der Leinenführigkeit geht es auch darum, dem Hund ein neues, besseres Körpergefühl zu geben. Auch hier kann die Tellington Methode sehr hilfreich sein, z.B. durch die Tellington Körperbänder 

 


Hilfsmittel:  gutsitzendes Brustgeschirr, 2-3 m Leine / 5-10 Meter Leine für freies Gelände

Flexi-Leinen sind ungeeignet, um einen leinenführigen Hund zu bekommen.
Bei der Flexi-Leine lernt der Hund zu ziehen, um mehr Bewegungsspielraum zu bekommen.

 

Leinenführigkeit trainieren

Was Sie selbst beachten sollten:

 

  • Wenn Ihr Hund nicht an der Leine ziehen soll, so sollten Sie es auch nicht tun
    Der Hund lernt viel leichter und stressfreier, wenn er merkt, dass vom anderen Ende der Leine auch kein Zug mehr kommt.

    Achten Sie deshalb beim Gassigehen auf Ihren Hund. Wenn er sich lösen muss, so bleiben Sie stehen, damit er sein „Geschäft“ in Ruhe erledigen kann. Wenn er irgendwo schnüffeln möchte, dann geben Sie ihm entweder die Gelegenheit dazu oder aber sie motivieren ihn mit Ihrer Stimme, mit Ihnen zu kommen.


  • Halten Sie die Trainingseinheiten kurz. Machen Sie zwischendurch Pausen!

    Nehmen Sie sich kein bestimmtes Ziel wie den Supermarkt oder die Hundewiese vor, dass Sie erreichen möchten. Üben Sie die Leinenführigkeit auf einem großen freien Platz, z. B. einer Wiese oder einem leeren Parkplatz, auf dem Sie kreuz und quer gehen können. Das Gelände sollte nicht zu viel an Ablenkung für den Hund bieten.

 

  • Ideal ist es, wenn Sie Ihren Hund außerhalb des Trainings zur Leinenführigkeit unangeleint laufen lassen können. So haben weder Sie noch er die Chance, an der Leine zu ziehen.
    Oder gehen Sie mit ihm an einer langen Leine spazieren, so dass er nicht so schnell in Zug kommt.
    Vermeiden Sie möglichst alle Situationen, von denen Sie wissen, dass Ihr Hund an der Leine zieht.

 

  • Das Training der Leinenführigkeit verlangt Konsequenz und Zeit!
    Geben Sie nicht auf, wenn es nicht gleich so funktioniert, wie Sie es sich vorstellen. Üben Sie in kleinen Schritten!

 

Es gibt verschiedene, freundliche Möglichkeiten Leinenführigkeit zu trainieren. Siehe untere Buchtipps. 

Holen Sie sich Unterstützung von einem guten Hundetrainer der nach moderner Hundeerziehung (mit Geschirr, ohne Leinenruck etc.) arbeitet. 

 

Zum Beitrag: Wie erkenne ich eine gute Hundeschule?


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LEINENFÜHRIGKEIT – Lockere Leine mit Spaß!

Videokurs von Claudia Hußmann


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Und Sie bekommen noch 4 lustige Trainingsspiele obendrauf.

So macht das Üben der lockeren Leine richtig Spaß!

 

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Training mit Spaß und Erfolg bei Anfängern und Verzweifelten!

 

Videokurse von Claudia Hußmann (IHK zertifizierte Hundetrainerin und Verhaltensberaterin und TOP Trainerin bei Viviane Theby) finde ich super, weil hier Hunde spielerisch das richtige Verhalten lernen.

 

Lernen mit Spaß und ohne Stress ist viel effektiver.

 

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Buchtipps zum Thema Leinenführigkeit trainieren 


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Buchtipp Leinenführigkeit trainieren

„Hilfe, mein Hund zieht“ von Turid Rugaas

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Leicht umsetzbar und verständlich 


Hier wird eine positive, einfache und leicht umsetzbare Methode erklärt. 
Der Hund lernt am Erfolg... 

Zusätzlich wird richtige und falsche Ausrüstung und mögliche Fehler erklärt. 


Turid Rugaas bildet Hundetrainer in vielen europäischen Ländern aus und gibt hier ihre Erfahrungen zum Ausdrucksverhalten der Hunde und zu Themen wie Beschwichtigungssignale, Angst, Stress, Bellverhalten und Erziehung weiter.

Buchtipp Leinenaggression

Leinenaggression: mit ausführlichem Kapitel über Leinenführigkeit

von Clarissa von Reinhardt

erschienen im animal learn Verlag


Clarissa v. Reinhardt ist Hundetrainerin, Ausbilderin von Hundetrainern, Verlegerin kynologischer Fachliteratur - die sich auf ihren Vorträgen und Seminaren für einen gewaltfreien und fairen Umgang mit Hunden stark macht.


In diesem Buch erklärt sie, wie und warum sich eine Leinenaggression entwickelt und stellt gleich zwei Trainingsprogramme vor, die dieses unerwünschte Verhalten korrigieren. 


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Hundetraining - Leinenführigkeit